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Schloß Glienicke

Schloss Glienicke - Als Prinz Carl von Preußen 1823 von einer Italienreise zurückkam, war er beseelt von der Idee eine italienische Villa in südlicher Landschaft zu besitzen. Er bekam die Erlaubnis von seinem Vater Friedrich Wilhelm III., Gut Glienicke von der Familie Hardenberg erwerben zu dürfen. Voller Tatendrank wurde der preußische Stararchitekt, der aus Neuruppin stammende Karl Friedrich Schinkel beauftragt, aus dem schon etwas in die Jahre gekommenen Gut Glienicke ein Sommerschloss für sich und seine schöne Frau Marie von Sachsen-Weimar-Eisenach zu zaubern. Immerhin ein Taufkind des alten Goethe. Prinz Carl konnte die Fertigstellung der Umbauarbeiten gar nicht abwarten, so dass er kurzerhand in das Casino zog. Hauptgebäude, Casino, Große und Kleine Neugierde - alles wurde im großen Stil überarbeitet. Graf von Minutoli, Erzieher des jungen Prinz Carl, weckte das Interesse an allen antiken Dingen. So steuerte der Prinz aus seiner Antikensammlung einige wertvolle Stücke bei, die nach wie vor viele Fassadenteile schmücken. Der preußische Gartenbauarchitekt Peter Josef Lenne legte einen neuen Garten im Stil eines englischen Landschaftsgartens an. Bereits für den alten Hardenberg hatte er hier den Pleaseground gestalten dürfen. Die Löwenfontäne, ein Geschenk seiner Schwester Charlotte - die spätere russische Zarin Alexandra Fjodorowna - war und ist einer der Hauptanziehungspunkte hier im Park. Von hier aus hat man einen einzigartigen Blick herüber über die Havel auf das schöne Potsdam mit der dortigen Nikolaikirche. Das die Fontäne in der Sommerzeit auch kraftvoll sprudelt, haben wir heutzutage einen bekannten Potsdamer Bürger zu verdanken.