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Basilika St. Wendalinus

Unsere gotische Kirche ist in vieler Hinsicht etwas Besonderes. Im Gegensatz zu der etwas älteren Abteikirche von Tholey ist sie lichtdurchflutet, freundlich und hell. Wenden wir unseren Blick gleich zur Decke: in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts wiederentdeckt zeigt sich da die weltliche und kirchliche Hierarchie wie sie in der Gegend um das Jahr 1464 gegolten hat. Das Wappen des Erzbischofs von Trier (Johann II von Baden)liegt dem Altar am nächsten, es folgen zunächst das des Nikolaus von Kues (Cusanus)und des Papstes, dann folgen dem Kaiser Friedrich III. die Kurfürsten, der Stadtherr und andere Amtsträger. Sie wundern sich vielleicht über den Namen Nikolaus Cusanus? Nun, der war von 1446 - 1464 Kommendatarpfarrer der Kirche. Mit dem Bau der Kirche wurde bereits Anfang des 14. Jahrhunderts unter Erzbischof Balduin von Luxemburg begonnen. Die Steinkanzel aus dem Jahr 1462 trägt an prominenter Stelle das Wappen ihres Stifters: Cusanus. Der geistige wie visuelle Höhepunkt der Basilika ist das Hochgrab des heiligen Wendelin im Altar. Die davor stehende gotische Tumba, die Apostel und Wendelin zeigend, wird häufig für das Grab gehalten. Sie ist aber nur eine Art Tisch, auf der der Sarg des Heiligen zu Hochfesten präsentiert wird. Sehenswert ist sie allemal. In ihrer unmittelbaren Nähe findet sich auch das bedeutendste Kunstwerk der Kirche: acht Tonfiguren aus dem späten 15. Jahrhundert formen "das Heilige Grab". Dies und mehr live und in Farbe erleben Sie vor Ort.
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