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Marienkirche

Es war eine gigantische Aufgabe, an die sich die Bürgerschaft der aufstrebenden Stadt Danzig im 14. Jahrhundert machte: man wolte Räume schaffen, die in Höhe und Breite an die Grenzen des damals technisch Möglichen gingen. Als der Kirchenbau abgeschlossen war, konnten bis zu 25 000 Menschen in ihr Platz finden, das war damals mehr als die gesamte Stadt Danzig.

Aber auch in anderer Hinsicht war die Marienkirche ein Gotteshaus der Superlative. Vor Einführung der Reformation in Danzig taten mehr als 60 Pfarrer in der Marienkirche ihren Dienst. Während der Reformationswirren kam es in Danzig, wie in vielen anderen Städten auch, zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den Katholiken und den verschiedenen Spielarten des Protestantismus. 1945 war die Marienkirche stark zerstört. Das Dach mit seinem hölzernen Dachstuhl war komplett verbrannt, knapp die Hälfte der Gewölbe waren eingestürzt und der mächtige Kirchturm ausgebrannt. Doch schon zehn Jahre später war die erste Etappe des Wiederaufbaus abgeschlossen. Nach und nach kehrte der Großteil der im Krieg ausgelagerten Kunstschätze zurück in das Gotteshaus. In den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde die nun wieder katholische Marienkirche in den Rang einer Basilika und Konkathedrale erhoben.