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Ordensburg der Deutschordensritter in Malbork

Die Stadt Malbork (Marienburg) wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrundert als Ordenssitz gegründet – durch die Ritter des Hospitalsordens der Heiligen Jungfrau Maria des Deutschen Hauses in Jerusalem, kurz gesagt: Deutschordensritter, im Volksmund in Polen als Kreuzritter bezeichnet. Das Schloß des Konvents wurde auf einem wehrhaften, von drei Seiten vom Wasser des Flusses Nogat, des Baches Poggengraben und der sumpfigen Böden des Großen Werders umgebenen Gebiet erbaut. Das Schloß erhielt den Namen „Sanct-Marienburch“, was „Schloß der Heiligen Maria“ bedeutet. Die Bautätigkeiten gingen rasch vonstatten und schon 1280 konnte Heinrich von Wilnowe als erster Komtur mit einem Teil des Konvents in das Schloß einziehen. Nach dem Einzug in den Nordflügel hat der Komtur die Bauarbeiten an zwei weiteren Schlössern – dem Hoch- und Mittelschloß beauftrag.
Der Nordflügel diente unterschiedlichsten Zwecken: hier befand sich über dem Dormitorium die Schloßkapelle der Allerheiligsten Gottesmutter und der Remter sowie Dansker (Abortturm). Das erste Schloß erfuhr in der Zeit des Hochmeisters Luther von Braunschweig (1331-1335) einen gründlichen Umbau.

Im 1309 wurde Malbork Hauptstadt des Ordensstaates. Zwischen 1382 und 1399 entstand im Auftrag von Konrad Zöllner von Rotenstein der prächtige Palast der Hochmeister. Während des Dreizehnjähriges Krieges wurde die Burg 1457 von Polen erworben und in eine königliche Festung umfunktioniert. Nach der Ersten Teilung Polens gehörte die Burg den Preußen. Ein 1799 veröffentlichter Bildband mit Burgzeichnungen von Friedrich Gilly weckte das Interesse an dem Bauwerk und Restaurierung der Burganlage. 1945 wurde die Burg teilweise zerstört. Das Wiederaufbauwerk begann 1961. Die gesamte Burganlage steht auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO.